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12.03.2021 00:00

Eräkeskus-Rennen & Letzte Hüttentour

Die heutigen News sind von Frank verfasst! Danke Frank!

Das Eräkeskus- Team-Race fand wie geplant am 26./27.02.2021 statt und barg einige Überraschungen: zum Einen veränderte sich das Wetter fast schlagartig, denn es wurde nach einer Phase mit bis zu -40 Grad, plötzlich sehr warm mit 0  - +3 Grad und so war fraglich, ob die gewählten Trails tatsächlich fahrbar sein werden. Und zum Anderen waren auch die Ergebnisse zum Teil eine echte Überraschung. Doch dazu später mehr. 

Die Hunde wurden durch die Musher in den letzten Wochen vor dem Rennen tipptopp vorbereitet, denn schließlich fahren wir mit unseren Hunden für gewöhnlich keine "high-speed"-Touren und wollen im Training vermeiden, dass sie sich gleich zu Beginn einer längeren Tour allzu verausgaben. Anders nun die Vorbereitung auf das Sprintrennen über „nur“ 16 km. Für dieses Rennen sollte aus den Langstreckenläufern,  nun Sprintracer werden. So gaben sich die Rennmusher alle Mühe die Hunde behutsam auf diesen Event hin zu trainieren. Auch die einzelnen Starter hatten sich nach der Auslosung der Startplätze  Strategien überlegt, wie sie mit ihren Hunden möglichst optimal dieses Rennen bestreiten. Die Touren-Schlitten wurden gewichtsoptimiert und die Kufen entsprechend vorbehandelt, denn Rennschlitten waren nicht zugelassen durch das Organisationskomitee Elisa und Frank. Letzterer hat ja schon einige offizielle Rennen bestritten und hat ein entsprechendes Reglement verfasst, sodass faire Bedingungen und gleiche Voraussetzungen herrschten.

Die Musher selbst mussten auch überlegen, wann und wie die Hunde zu füttern seien, damit es auf der Strecke möglichst wenig bis keine Unterbrechungen gibt, durch die Lösung von Stoffwechsel-endprodukten(J) oder durch für Touren obligatorische „Hechel- und Schneefress-Pausen“.  Denn jeder Stopp und das war jeder(m) bewusst, würde kostbare Sekunden kosten.  Wann sollten die Hunde aus ihren Zwingern an das Stakeout gebracht werden, um sie dann kurz vor Start einzuspannen? Hier galt es, abzuwägen, weder zu früh noch zu spät die einzuspannen.

Kurz und gut: Die Trails waren durch die Vorbereitung der „Trailcrew“ soweit wie möglich optimal vorbereitet, damit alle Teams ihren Run optimal laufen konnten. Die Zwischenergebnisse nach dem ersten Renntag: Die favorisierten Teams wussten die in sie gesteckten Erwartungen hervorragend zu erfüllen. Lediglich Frank hatte ein wenig Pech, denn sein Leithund Mandela musste auf Grund der hohen Temperaturen bereits nach einigen Rennkilometern erschöpft ausgespannt werden, lief dann im Freilauf hinterher. Simone erreichte erwartungsgemäß einen vorderen Platz (1.) und auch Robin konnte sich unter den Top 3 zeitgleich mit dem ersatzgeschwächten Team von Frank platzieren. Auf Platz 4 folgte Caro und auf Platz 5 landete Noah mit seinem Youngsterteam ohne echten Leithund. Platz 6 belegte am ersten Tag Frieda, die das Pech hatte an diesem Tag als Erste starten zu müssen und somit keinen „Hasen“ vor sich zu haben.

Am zweiten Tag startete die Erstplatzierte des Vortages, Simone  als Erste, Frank an Nr. 2 und verzichtete auf den Einsatz von Mandela. Stattdessen spannte er mit Risto einen Bruder von Mandela ein, welcher auch 7 Jahre alt, aber auf dieses Rennen nicht vorbereitet worden war. Robin fuhr von Startplatz 3 und Caro von Platz 4; auf den Plätzen 5 und 6 folgten Noah und Frieda.

Die Starts verliefen, wie am Vortag, fast optimal, nur Noah hatte das Pech, dass sein wildes Team zu ungestüm ins Rennen gehen wollte, sodass er alle Mühe hatte, sein Team, nachdem es verloren ging, wieder einzufangen. Dank Gaby schafffen beide dies, auch ohne dass Hunde, Mensch oder Material zu Schaden kam. Das Rennen jedoch war dann für ihn bedauerlicher Weise gelaufen. Simone hatte am Vortag etwa 1,5 Minuten Vorsprung vor Frank und musste nun diesen Vorsprung behaupten. Leider konnte ihr das auf Grund des fehlenden „Hasen“ nicht gelingen und so wurde sie von Franks Team überholt. Auf den Startplätzen 3 und 4 lieferten sich Robin und Caro eine wilde Verfolgungsjagd und auch Caro gelang es, zu überholen.

Gespannt warteten dann alle Rennteams auf das Gesamtergebnis des Rennens. Die Siegerehrung fand am späten Nachmittag statt und keiner der Starter wusste um das Endergebnis. Elisa hütete dies wie den heiligen Gral. bis zur feierlichen Ehrung der Rennteilnehmer. Die Verkündung des Ergebnisses offenbarte dann die Überraschung des Rennens. Auf Platz 1 konnte sich nach einem sensationellen Lauf am zweiten Tag Caro an allen anderen Teilnehmern vorbeikämpfen; einen beachtlichen 2. Platz erlangte Frank und auf Platz 3 konnte sich Robin gegenüber Simone behaupten. Frieda fuhr mit einer verbesserten Zeit auf Platz 5.

Kurz und gut. : Corona hat uns, dem Eräkeskus-Team ein unvergessliches Team-Event beschert und wieder einmal zeigte sich, dass es immer darauf ankommt, das Beste aus der Situation zu machen.

Ein Video über das Rennen wird in den nächsten Tagen auf Facebook verlinkt. Alternativ findet Ihr es hier:

youtu.be/ctHjlOk-2Ak

Apropos „…das Beste aus der Situation machen…“

Wir freuen uns sehr, dass immer mehr finnische Gäste „Eräkeskus“ für sich entdecken und so haben wir in diesem Monat mehrere Tagesfahrten und zwei Mehrtagestrips mit „einheimischen“ Gästen fahren können. Den voraussichtlichen Touren-Abschluss bestritten 4 finnische gestandene Mannsbilder mit ihrem Guide Frank bei mittlerweile wieder optimalen Voraussetzungen von -20 Grad und einer Wildnishütte, die von uns extra für diese Tour mit weiteren Hundehütten ausgestattet wurden, denn in den Nächten vorher hatten wir kurz vor Frühlingsanfang noch einmal Temperaturen von weniger als -30 Grad. Wir sind stolz darauf, dass sich unsere Gäste mit den Worten „Wir sind mehr als zufrieden“ von uns verabschiedeten und werden nun anfangen, unsere Hunde allmählich abzutrainieren...

Bianca hat sich entschieden, zu ihrem Freund nach Lieksa zu ziehen und uns den Rücken zu kehren. Nach 2 Monaten krankheitsbedingter Abwesenheit verlässt sie uns auf eigenen Wunsch außerterminlich per 15.03. und verlegt ihren Lebensmittelpunkt in die City. Wir bedanken uns für die fast 2 Jahre bei uns und wünschen für das neue Leben alles Gute! Stay wild!